Pane Mantovano

Bei uns sind diese Brote aus der Lombardei und dem Veneto wenig bekannt. Aber wer schon mal in Italien war, hat diese Brötchen bestimmt schon oft gesehen: Die aufgerollten Brötchen die oben eingeschnitten wurden und so wunderschön aufgegangen sind und beim Essen so schaurig bröseln.
Ja, genau die wollte ich backen!

Und ja, genau so sind sie auch geworden: Feinporig, knusprig und haben kräftig gebröselt 😉

Das Geheimnis dieses Brotes liegt in der Mehlmischung, den 20% besteht aus Hartweizenmehl. Dieses Mehl findet man bei uns fast nur im Coop als «Bio Knöpfli-Mehl» – das muss man auch erst mal rausfinden…

Und die Herstellung der Rollen ist übrigens auch ganz interessant. Man dreht den Brötchenteig mehrmals durch die Nudelmaschine und bekommt so die gleichmässige Struktur!
Versucht es mal, macht Spass!

 

Die Teiglinge sind wunderschön aufgegangen

Und so geht’s: Pane Mantovano

Orecchiette alla pugliese

Eigentlich suchten wir eine Beilage zu einem Kalbskotelett. Uns schwebte etwas mit Teigwaren und Spinat vor.  Bei der Suche in unseren italienischen Kochbüchern sind wir dann auf dieses Pastagericht aus Apullien gestossen.
Das hat uns so überzeugt, dass wir das Kalbskotelett gleich im Kühlschrank liessen und uns dieser Spezialität widmeten!
Aus ein paar einfachen Zutaten, wie das in der italienischen Küche so üblich ist, entstand eine feine Hauptspeise, ganz ohne Fleisch! Vermisst haben wir es übrigens überhaupt nicht…
Und wir werden diese Orecchiette bald wieder einmal zubereiten, hat super geschmeckt!

Und so geht’s: Orecchiette alla pugliese

Birnen-Schoggi Cake

Schokolade und Birnen, das passt immer zusammen!
Zufällig sah ich bei Mara ein Rezept für einen solchen Gugelhopf. Da konnte ich nicht widerstehen und musste meine Backutensilien wieder mal hervorholen.
Anstelle von einer Gugelhopfform habe ich es aber vorgezogen einen Cakeform zu verwenden.
Der Cake erinnert irgendwie an einen Tirolercake aber mit Birnenstückchen im Teig (und etwas Williams)!
Die Birnenteilchen und der Schoggi-Überzug bewirken, dass der Kuchen lange feucht bleibt und nicht so schnell austrocknet.
Schmecken tut er ausgezeichnet und ist eine gelungene Abwechslung zu den herkömmlichen Cakes!

Und so geht’s: Birnen-Schoggi Cake

Carpaccio vom Kaninchenfilet

Da hab ich mal eine ganz besondere Delikatesse für Fleischliebhaber: Carpaccio vom Kaninchenfilet!
Das rohe Kaninchenfilet ist butterzart und lässt sich hervorragend zu einem Carpaccio verarbeiten. Da es aber relativ geschmacksneutral ist, kann man sehr gut mit den Zutaten etwas spielen und Pfiff ins Ganze bringen.
Dazu eignet sich besonders die Belper-Knolle, ein würziger Hartkäse der mit viel Pfeffer, Himalayasalz und Knoblauch umhüllt ist.
Und für die fruchtige Note sorgen die süssen Cherry-Tomaten, die das ganze Gericht zu einem Leckerbissen machen.
Zum Schluss rundet man das Carpaccio mit etwas Rucola oder Basilikum ab – fertig ist das mal etwas andere, herbstliche Wildgericht…

Und so geht’s: Carpaccio vom Kaninchenfilet

Schweinefilets kaltgeräuchert

Ja, so etwas Feines wie dieses geräucherte Filet, hatte ich in meinem Leben noch nie – tatsächlich!!!
Schon als ich die Anleitung zur Herstellung gelesen hatte, lief mir das Wasser im Munde zusammen!
Nun habe ich schon beim Schreiben Sturzbäche im Kopf, so „gluschtig“ sieht das aus!
Aber ich will ja gar nicht über meine Speichelproduktion schreiben, sonder euch zeigen wie einfach die Herstellung dieser Delikatesse ist.
Es braucht nämlich nicht viel dazu: einen herkömmlichen Grill, einen Sparbrand, Räuchermehl und Pökelsalz. Die Kalträuchereinrichtung bekommt man für wenig Geld im Fischereifachhandel und das Pökelsalz gibt’s beim Metzger.
Und die Herstellung ist denkbar einfach: Die Filet drei Tage Pökeln, dann drei Tage an der Luft trocknen und zum Schluss ein- oder zweimal Räuchern, je nach Geschmack.
Fertig ist das traumhaft feine Filet…
Mit dem punktet ihr bei jedem Gast, selbst bei einem Veganer, wie ein Bekannter meinte!

Filets trocknen am Wäscheständer
Filets räuchern über dem „Sparbrand“

Und so geht’s: Schweinefilets geräuchert

Cervelat-Pilz Gratin

Für alle Gratin-Liebhaber habe ich da etwas ganz Spezielles gefunden.
Wie wäre es, die Schweizer Nationalwurst mit Eierschwämmli zu kombinieren und daraus ein feines Gericht zu zaubern?
Genau das haben wir gemacht. Cervelats, Eierschwämmli, eine gute Italienische Pasta und Käse miteinander kombiniert und im Ofen gratiniert!
Das ist wieder einmal so ein Gericht wo du, wenn du mal zu Essen begonnen hast, nicht mehr aufhören kannst weil es einfach „elend guet“ ist!
Probier es einfach einmal, du wirst begeistert sein!

Und so geht’s: Cervelat-Pilz Gratin

Spatchcocked Chicken

Unter dem bei uns weniger bekannten Begriff «Spatchcocked Chicken» versteht man im englischsprachigen Raum ein Poulet dem man das Rückgrat herausschneidet, es dann auseinanderklappt «Butterfly» und so auf dem Grill indirekt gart.
Auf diese Weise wird das Poulet gleichmässig gar, bleibt saftig und braucht keinen Drehspiess oder Bierdose, wo es darüber gestülpt wird.
Würzen lässt sich das Chicken «Mediterran», «Karibisch», «Louisiana», «Indisch», «Kreolisch», einfach wie es euch gefällt!

Und so geht’s: Spatchcocked Chicken

Rohschinken-Flûtes

Diese leckeren Teilchen habe ich letzthin auf dem Internet gesehen und sie haben mich angesprochen.
Die Flûtes sind einfach in der Herstellung aber haben eine mega Wirkung auf die Glücklichen, die in den Genuss von den gedrehten und gefüllten Teigstangen kommen.
Es macht kurz „wusch“ und weg sind sie. Du kannst einfach nicht mehr aufhören an den Stangen herum zu knabbern!
Sie passen wunderbar zu einem Apéro, sei es zu einem Glas Wein oder Prosecco oder einem Bierchen. Einfach Klasse!
Frisch serviert schmecken sie am besten…

Und so geht’s: Rohschinken-Flûtes

Kaiserschmarren

Österreich ist ja bekannt für seine Mehlspeisen und wir lieben die auch. So liegt es nahe, dass wir ab und zu etwas in dieser Art für uns zubereiten.
Es war die linienbewusste Kaiserin Elisabeth die an der neuen Nachspeise vom Hof-Pâtissier keinen Gefallen fand und daraufhin ihr Gemahl, Kaiser Franz Joseph, gesagt haben soll «Na geb‘ er mir halt den Schmarren her» und ass das Gericht genüsslich auf!
Und in der Tat, der Kaiserschmarren ist sehr lecker, aber er muss frisch zubereitet auf den Teller kommen. Nur so kommt die Fluffigkeit und feine Konsistenz dieser Mehlspeise voll zur Geltung.
Klassisch wird zum Schmarren «Zwetschkenröster» serviert, ein aus Zwetschgen zubereitetes Kompott welches nur im eigenen Saft gekocht wird.

Und so geht’s:
Kaiserschmarren
Zwetschkenröster

Pflaumensorbet

So, nach einer längeren hitze- und ferienbedingten Pause geht es weiter mit unseren Leckereien 😉
Wir lieben Sorbets, weil man da immer etwas «Stoff» beigeben kann, sei es Prosecco oder einen passenden Likör oder Schnaps.
Es gibt ja sicher gute Sorbets auf dem Markt, möchte man meinen, aber über ein selbstgemachtes Sorbet geht gar nichts. Einen so intensiven Geschmack nach reifen Früchten bringt nur ein selbstgemachtes Eis zustande.
Wir machen es mit Zwetschgen oder Pflaumen, beides ist im Augenblick auf dem Markt erhältlich und geniessen es mit einem Vieille Prune – what else!

Und so geht’s: Pflaumensorbet