Schlagwort: Puderzucker

Lebkuchen-Tännchen

In den höheren Lagen sind die Tannen schon mit Schnee bedeckt, doch unten im Tal ist der Wald gerade erst frisch verschneit…!

Und vielleicht ist ja der Samichlaus mit dem Rudolf auch schon unterwegs…

Ja, diese Tännchen bestehen aus Lebkuchen-Sternen mit einem leckeren Kirsch-Zuckerguss und passen bestens in die kommende Adventszeit! Sei es als Dekoration oder vielleich landen sie auch im Samichlaussack…

Schmecken tun sie jedenfalls uhhh fein…

Und wenn du noch einen passenden Glühwein suchst, ich hab ihn: Glögi nach finnischer Art!

Und so geht’s: Honig-Lebkuchen

Tarte au vin cuit

Während meiner Zeit, in der ich mich mit Ahnenforschung im Kanton Freiburg befasste, bin ich unweigerlich auch auf die freiburgische Küche gestossen. Und da findet man schon ein paar Spezialitäten, die östlich vom Röstigraben mehr oder weniger unbekannt sind.

Eine solche Spezialität hatte ich hier schon mal vorgestellt: Das Safranbrot mit Chilbisenf.

Heute möchte ich die «Tarte au vin cuit» vorstellen.

«Vin cuit» bedeutet eigentlich «gekochter Wein», aber die klebrige Masse wird nicht aus Wein, sondern aus dem Saft der Büschelibirne (Poire à Botzi) durch langes  Einkochen gewonnen. Diese Masse wurde ursprünglich zum Süssen von Speisen verwendet. Heute wird sie noch für einige Spezialitäten gebraucht, vor allem für den «Moutard de Bénichon», den Chilbisenf und eben diese Tarte.

Ebenso wie der Chilbisenf gehört auch die Tarte au vin cuit zu einer freiburgischen Chilbi.
Die Küchlein aus Vin cuit, mit der fast spiegelartigen, glänzenden Oberfläche, haben einen karamelligen Geschmack mit einer Birnennote – schmeckt unerwartet lecker…

Und so geht’s: Tarte au vin cuit

Schmandmousse

Schmand kennt man bei uns in der Schweiz eigentlich nicht. Aber wer in deutschen Rezepten rumstöbert, der stösst unweigerlich auf Schmand.
Schmand ist mit unserer Crème fraîche vergleichbar, die aber einen leicht höheren Fettanteil als Schmand aufweist.

So, aus diesem Milchprodukt lässt sich ganz einfach eine luftige Mousse mit einer erfrischenden Note herstellen. Ganz leicht gezuckert kommt die feine Säure des Schmands wunderbar zur Geltung.

Servieren kann man die Mousse auf vielfältig Art und Weise: Als Nocken auf einem Fruchtspiegel, zwischen zwei Meringue-Schalen mit etwas Sirup obendrauf, als Belag einer Pavlova, usw., usf…

Wir haben uns für die Pavlova entschieden und das Ganze mit etwas Himbeerpulver dekoriert.

Mini-Pavlova mit Schmandmousse

Und so geht’s: Schmandmousse

Windbeutel – mal pikant, mal süss

Aus Windbeutel oder Ofenküchlein lassen sich vielseitige süsse und pikante Leckereien herstellen. Sie werden aus einem Brandteig hergestellt, also einem gekochten Teig. Beim Backen geht dieser alsdann wunderbar auf und es bildet sich eine grosse Blase im Inneren des Gebäcks.

Und um diesen Hohlraum geht es hier, denn den kann man auf verschiedenste Weise füllen. Bekannt bei uns sind die Eclairs, die länglichen, mit Vanillecrème gefüllten und mit Schokolade überzogenen Ofenküchlein.

In Norddeutschland werden die Windbeutel mit Pflaumenmus und viel, sehr viel Schlagrahm gefüllt und können dabei eine beachtliche Grösse erreichen, sodass daraus schon fast eine volle Mahlzeit wird!

Unsere beiden Vertreter hier sind einerseits mit Konfitüre und einem raffinierten Schlagrahm gefüllt, der sich auch für andere Desserts hervorragend eignet und andererseits mit einem feinen Tatar vom gebeizten Lachs.

Je nachdem wie grosse Windbeutel man aufs Blech spritzt, könne kleinere als Apéro-Häppchen und grössere als Vorspeise oder Dessert verwendet werden. Auch der Teig lässt sich von süss über neutral bis salzig herstellen, je nach Verwendung.

Also, der Fantasie sind da wirklich keine Grenzen gesetzt – ausprobieren lohnt sich jedenfalls!

Und so geht’s: Windbeutel

Marrons glacés Torte

Schon als kleiner Knirps lernte ich diese unglaublich feine Delikatesse kennen. Wenn wir jeweils im Tessin auf dem Zeltplatz waren, gab es einmal in den Ferien so ein Marron glacé von Vanini. Das war für mich ein Fest wie Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammen!

Und ich liebe diese süssen, kandierten Marroni noch immer und so lag es nahe, dass ich mir ein Rezept für eine solche Torte zusammenzimmerte 😉
Vor allem hatte ich auch noch einige Marrons glacés Bruchstücke vom Panettonebacken übrig die ich hier verwenden konnte.

Die kleine Torte, die bei diesem Experiment entstand, ist eine absolute Wucht! Feucht ist sie, zart ist sie und schmeckt wunderbar nach Marroni und ist natürlich mit Marrons glacés Stückchen gespickt. Ein Gaumentraum erster Güte…

 

Und so geht’s: Marrons glacés Torte

Die Marrons glacés Bruchstücke gibt es z.B. bei Giglia in Lugano zu kaufen.

Lemon Pull Apart Cake

Dieser geniale Kuchen passt immer, das ganze Jahr!
Zwischen den süssen, hochgestellten Hefeteigteilchen befindet sich eine raffinierte Füllung aus Rohzucker, gesalzener Butter und Zitronenabrieb. Und obendrauf kommt noch der feine Zitronenguss.
Die Zitrone ist hier wohl «tonangebend» aber überwiegt nicht, was besonders reizvoll ist.
Die einzelnen Teigscheiben lassen sich dann, wie der Name schon sagt, einfach auseinander ziehen. Da braucht es gar kein Messer um den Cake zu portionieren.
Versucht es mal, es mach richtig Spass, den noch frischen, buttrigen Cake auseinander zu zupfen und zu geniessen…

Und so geht’s: Lemon Pull Apart Cake

Mandelgipfel

Mandelgipfel gibt es ja in jeder Bäckerei und fast in jeder Wirtschaft. Warum sollte man sie nun trotzdem selbst herstellen?
Nun, der Hauptgrund war, dass ich die Mandelmasse selber machen wollte. Ich wollte nicht die industrielle Masse mit Sojabohnen, Maismehl und Bittermandelaroma verarbeiten, sondern eine Masse von der ich weiss was drin ist.
Zugegeben, die Herstellung der Mandelmasse gestaltete sich dann doch etwas schwieriger als gedacht, denn es braucht eine kräftige Küchenmaschine um alles zu einer Paste zu verarbeiten. Vielleicht wäre es sogar besser, die einzelnen Zutaten vor dem Zusammenfügen separat zu zerkleinern und erst dann miteinander zu vermischen…
Wie auch immer, die glänzenden Mandelgipfel lassen sich sehen und schmecken super fein – der Aufwand hat sich sicher gelohnt!

Und so geht’s: Mandelgipfel

Schoggi-Salami

Wie geil ist denn das. Ein Salami aus Schokolade, mit Nüssen gespickt, einfach nur lecker!
Hängt der nicht schön da zum Trocknen an der Luft?
Nein, der ist nicht luftgetrocknet, der kommt eher aus dem Kühlschrank…
Die Haut ist aus Puderzucker und das Innenleben besteht aus Schokolade, Pistazien und Mandeln…

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Und so geht’s: Schoggi-Salami

Treacle Cake mit Toffee-Sauce

Dieser traditionelle, britische Kuchen geht auf das Jahr 1880 zurück, als der Zuckersirup langsam auf den Markt kam. Der Kuchen war damals ein Dessert für ärmere Leute, da er keine teuren Früchte enthielt, sondern mit der erschwinglichen Melasse (Treacle) hergestellt wurde. Auch heute ist dieser Kuchen in England sehr beliebt, sogar Harry Potter ist Fan von diesem süssen Gebäck!
Und in der Tat, dieser Kuchen ist wirklich sehr fein, schmeckt leicht nach Lebkuchen, aber lebt auch vom Geschmack des Muscovado Zuckers, der ihm einen karamelligen Gout verleiht. Der im Teig enthaltene Ingwer sorgt für eine ganz spezielle Note, nicht scharf, einfach nur «da war doch noch etwas»…
Nun, essen tut man den Kuchen mit etwas kandiertem Ingwer und einer Toffee-Sauce, passt unglaublich gut dazu und macht das Ganze abgerundet süss.
Und für Liebhaber der gesalzenen Butter: Die passt ausgezeichnet dazu!

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Und so geht’s: Treacle Cake

Marroni Cake

Der Herbst ist da und mit ihm die Marroni. Ich liebe Marroni in allen Formen: Als Vermicelles – mit und ohne Eis, karamellisiert zu Wild, aus dem Ofen vom Marronistand, Marron Glacé, Marroni in Kuchen, Panettones und Torten, nur als Likör kenne ich die Marronis noch nicht!
Unser Cake hier ist eher die klassische Form diese Nuss, das ist die Marroni, zu verarbeiten. Wer mag, kann noch einige karamellisierte Marronis oder Marron glacé grob hacken und unter den Teig mischen – ein Gedicht!

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Und so geht’s: Marroni Cake