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Kardamom-Zimt-Knoten aus Schweden

Diese Zimtknöpfe erinnern im Geschmack an Zimtschnecken, nur ist etwas Kardamom im Teig und in der Füllung eingearbeitet, was dem Hefegebäck den typisch nordischen Geschmack verleiht. Wer schon mal in Schweden war kennt diesen Duft der aus den Bäckereien strömt und welcher einem die Magensäfte in Wallung bringt…
Leila Lindholm, die Autorin des schwedischen Backbuches, nennt diese Knöpfe liebevoll «Hefeteilchen»!
Und in der Tat, das sind «geile Teilchen», unheimlich zart, schmecken mega fein, vor allem wenn sie frisch aus dem Ofen kommen!!!
Übrigens, die lassen sich sehr gut einfrieren (sofern noch einige übrig bleiben) und bei Raumtemperatur auch wieder auftauen und dann noch 10 Minuten bei 200°C in den Ofen…! Himmlisch!

Und so geht’s: Kardamom-Zimt-Knoten

Morchelgratin mit Spargeln

Wir haben kürzlich ein „längst vergessenes“ Rezept ausgegraben, den Morchelgratin mit Spargeln.
Warum nur haben wir das Gericht nicht öfters gemacht? Dabei schmeckt es so wunderbar nach Morcheln, Spargeln und der megafeinen Curry-Käse-Bechamelsauce! Man mag es fast nicht glauben, aber diese Geschmäcker passen wunderbar zusammen!
Da braucht es keine Beilagen und kein Fleisch mehr dazu, das ist eine volle, ausgezeichnete Mahlzeit.

Und so geht’s: Morchelgratin mit Spargeln

Colomba di Pasqua

Die «Colomba di Pasqua» oder «Colomba pasquale»  oder einfach nur «Colomba» ist die Bezeichnung der in Italien sehr beliebten Ostertaube, hergestellt aus einem süssen Hefeteig mit Orangeat, der einem Panettone sehr ähnlich ist.
Wie aus dem Namen schon hervorgeht ist die Colomba ein typisches Ostergebäck, welches in Italien auch gerne mal als Geschenk mitgebracht wird. Die Colomba kann sowohl als Nachspeise mit einem Süsswein genossen werden, oder aber auch zum Frühstück mit etwas gesalzener Butter (mein Favorit) und etwas Salami und Parmaschinken.
Schmeckt einfach nur lecker mit dem feinen Orangen-Geschmack…

Uns so geht’s: Colomba di Pasqua

Crema Catalan

Die klassische «Crema Catalan» kennt wohl jeder, aber wie wird sie hergestellt, diese süsse, feine Nachspeise?
In fast allen Rezepten die ich gesehen habe, wird für die Bindung des Rahms nebst den Eiern auch Maismehl verwendet.
Unser Rezept hingegen hält sich an das Original aus Katalonien, wo die Creme nur mit Eiern zubereitet wird. Dadurch wird sie nicht so fest, sondern bleibt verführerisch fluffig!
Wir haben unsere «Crema Catalan» auf einem mit etwas Cointreau verfeinerten Fruchtspiegel aus Blutorangen serviert – schmeckt zusammen leidenschaftlich fein!

Und so geht’s: Crema Catalan

Schmalzkuchen

Den Schmalzkuchen haben wir letzten Winter auf den Weihnachtsmärkten im Norden Deutschlands kennen gelernt. Das süsse Hefeteiggebäck wird schwimmend im Schmalz ausgebacken und nachher kräftig mit Puderzucker bestreut. Die noch warmen Schmalzkuchen werden mit einem Holzstäbchen aufgespiesst und direkt aus der Tüte gegessen.
Schmeckt unheimlich lecker, vor allem zu einem Glühwein…

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Und so geht’s: Schmalzkuchen

Treacle Cake mit Toffee-Sauce

Dieser traditionelle, britische Kuchen geht auf das Jahr 1880 zurück, als der Zuckersirup langsam auf den Markt kam. Der Kuchen war damals ein Dessert für ärmere Leute, da er keine teuren Früchte enthielt, sondern mit der erschwinglichen Melasse (Treacle) hergestellt wurde. Auch heute ist dieser Kuchen in England sehr beliebt, sogar Harry Potter ist Fan von diesem süssen Gebäck!
Und in der Tat, dieser Kuchen ist wirklich sehr fein, schmeckt leicht nach Lebkuchen, aber lebt auch vom Geschmack des Muscovado Zuckers, der ihm einen karamelligen Gout verleiht. Der im Teig enthaltene Ingwer sorgt für eine ganz spezielle Note, nicht scharf, einfach nur «da war doch noch etwas»…
Nun, essen tut man den Kuchen mit etwas kandiertem Ingwer und einer Toffee-Sauce, passt unglaublich gut dazu und macht das Ganze abgerundet süss.
Und für Liebhaber der gesalzenen Butter: Die passt ausgezeichnet dazu!

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Und so geht’s: Treacle Cake

Königsberger Klopse

Schon lange mal wollte ich Königsberger Klopse zubereiten, ist zwar nicht gerade ein Gericht aus unserer Region, aber die Bilder dieses Gerichts sahen immer so anmächelig aus.
Nun bereue ich es fast ein wenig, dass wir das nicht schon früher auf unseren Speiseplan gesetzt hatten.
Die Klopse sind ein Festessen, würden glatt als Weihnachtsessen durchgehen! Einfach nur köstlich!
Königsberger Klopse sind eine ostpreussische Spezialität an weisser Kapern-Sauce. Wer Kapern nicht mag, lässt sie weg, aber dadurch verliert das Gericht das gewisse Etwas, was es so einmalig macht!
Die Zubereitung ist übrigens keine Hexerei, versucht es einfach!

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Und so geht’s: Königsberger Klopse

Marroni-Honig-Gewürzbrot

Dieses Marroni-Honig-Gewürzbrot sieht aus wie das Holländische Honigbrot. Es schmeckt auch ähnlich, hat aber auch eine Ähnlichkeit mit dem Luzerner Lebkuchen. Honig-Gewürzbrot und Lebkuchen bezeichnen ja eigentlich ein und dasselbe Gebäck, welches vor allem in der Vorweihnachtszeit gerne hergestellt wird.
Wenn der Teig mal im Ofen ist, zieht ein süsslich-würziger Duft durch die Wohnung, dem du kaum widerstehen kannst.  Ist das Gewürzbrot dann endlich auf dem Tisch, erfährst du eine Gaumenfreude aller feinster Art. Der Marroni-Lebkuchen ist dezent in der Süsse und die Gewürze vereinen sich mit dem Honig und den Marroni zu einer einmaligen Symbiose! Dann gibst du noch ein wenig gesalzene Butter auf den Lebkuchen und deine Geschmacksknospen werden Luftsprünge machen 😉
Dieses Marroni-Honig-Gewürzbrot passt ausgezeichnet zu einer Käseplatte, so zum Abschluss eines feinen Essens mit einem Sauterne dazu…

Die Käse v.l.: Blue 61 mit Preiselbeeren, Brie de Meaux, Freiburger Vacherin

Und so geht’s: Marroni-Honig-Gewürzbrot

Aprikosen-Tartelettes mit Streusel

Die leuchtenden, schmackhaften  Walliser-Aprikosen sind da und laden zum Geniessen ein.  Wenn du schon alle deine bekannten Rezepte mit Aprikosen abgearbeitet hast, dann schlage ich dir etwas ganz Feines vor.
Diese Tartelettes schmecken traumhaft und sind genau richtig in der Grösse. Sie werden in der Art eines Blechkuchens mit einem Biskuit-Teig in Tartelettes-Förmchen, mit einer dicken Schicht Streusel obendrauf, gebacken.
Zum Servieren darf es dann schon noch etwas Puderzucker obendrüber geben und nebenan macht sich auch ein Tupfer Schlagrahm nicht schlecht!
Dazu passt übrigens ein Walliser Apricotine hervorragend – süss oder klar, geht beides!

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Gesehen habe ich die Idee vom Tartelette bei «herzelieb» aus dem hohen Norden Deutschlands!

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Und so geht’s: Aprikosen Tartelettes mit Streusel

Baumnuss- und Vanille-Glace

Sommerzeit gleich Glacezeit! Und da wir seit einigen Wochen stolze Besitzer einer Glace-Maschine sind, wird nun drauflos probiert die beste Glace der Welt herzustellen 😉
Nun, wir haben schon einige bemerkenswert Resultate erreicht und zwei davon möchte ich euch vorstellen.
Da ist erst mal das Vanilleglace, schön cremig und rund im Geschmack. Mit etwas Schokoladen- oder Caramellsauce darüber schmeckt es besonders lecker. Oder als Coup Dänemark serviert, oder als Meringues-Glace, oder, oder, oder….
Das zweite Glace ist ein Baumnussglace. Dabei sind die Baumnüsse karamellisiert und das Glace mit Ahornsirup gesüsst. Das ergibt einen ganz ausserordentlich feinen Geschmack, den man sonst in Glaces selten findet! Hier würde ich aber auf ein Topping verzichten, denn das Glace lebt vom Geschmack der Baumnüsse und dem Ahornsirup.

Glace 01

Und so geht’s:
Vanille Glace
Baumnuss Glace